Chronik

Erstellt 1975 von Obmann Helmut Fürst.

Der Gründungstag des Musikvereines Steyr-Daimler-Puch AG St. Valentin war der 1. Juli 1950. Gründer war Herr Musikprofessor Alexander Petöffi, die Herren Betriebsräte Franz Pauser und Karl Gratzl. Die Obmannschaft des Vereines wurde durch Herrn Ing. Roland Friese geführt. Weiters waren noch die derzeit aktiven Musiker Karl Raindl, Alois Fuchsluger, Karl Lechner, Johann Draxler sowie Adolf Leopoldseder und Emmerich Böhm tätig. Durch deren Initiative und der finanziellen Unterstützung der Belegschaft des Nibelungenwerkes sowie der Firma konnte es ermöglichst werden, für zwanzig Musiker die Instrumente zu beschaffen.

Die weiteren unterstützenden Mitglieder waren die Herren:

Franz Jahn, Johann Schott, Johann Böhm, Fritz Matschiner, Franz Simmlinger, Josef Schörghuber, Karl Engelbrechtsmüller, Karl Simmlinger, Herbert Brückler, Franz Rockenschaub, Helmut Ramml, Leopold Wimmer, Johann Prinz, Leopold Kreindl, Otto Grafeneder, Hermann Klingsporn, Karl Eckstein.

Die ersten Stabführer waren Herrn Karl Brunner und Herr Franz Neubauer.

Das erste Probelokal war ein Kellerraum im Angestelltenheim in Herzograd. Dieser Raum war sehr schön und für die damaligen Verhältnisse bestens geeignet.

Unter der mühevollen Leitung des Kapellmeisters und dem Lerneifer der Musiker war es möglich, innerhalb von zwei Jahren diese Kapelle auf ein beachtliches Niveau zu bringen.

Der damalige Obmann Ing. Roland Friese hatte alle Hände voll zu tun, die Probleme, die durch den schwungvollen Aufstieg der Musiker entstanden sind, zu meistern (Instrumente- und Uniformbeschaffung). 

Als 1953 der österreichische Blasmusikverband gegründet wurde, trat auch der Musikverein Steyr-Daimler-Puch AG Nibelungenwerk dieser Institution bei und seit dieser Zeit als ordentlicher Verein bei der Sicherheitsdirektion für Niederösterreich gemeldet.

1956 hatte der Kapellmeister Herr Musikprofessor Alexander Petöffi Österreich verlassen. Der aktive Musiker Herr Franz Kniewasser hat 1956 die Kapelle übernommen und zwei Jahre gut geführt. Er wurde 1958 von Herrn Dr. Anton Hieslmayer abgelöst. Der neue Kapellmeister war ein vorzüglicher Kenner der Volksmusik, daher erstreckte sich seine Tätigkeit hauptsächlich auf die Erhaltung derselben. Bei der Mitwirkung von konzertanten Musikwettbewerben sowie bei musikalischen Umrahmungen von öffentlichen Veranstaltungen und kirchlichen Anlässen erzielte die Kapelle stets gute Erfolge.

Der schlechte Gesundheitszustand des Kapellmeisters machte es notwendig, dass der Musiker Herr Franz Grafeneder im Jahre 1962 dessen Amt übernahm.

Herr Obmann Ing. Friese übersiedelte im Jahre 1956 von St. Valentin ab. Zum neuen Obmann wurde Herr Alois Fuchsluger gewählt. Er leitete die Geschicke des Musikvereines bis 1964 zur vollsten Zufriedenheit. 1965 wurde Herr Karl Raindl Obmann unserer Kapelle. In seiner Tätigkeit leitete er 1966 die Umstimmung von hoher auf Normalstimmung ein.

1966 übernahm Herr Johann Draxler das Amt des Obmannes. In dessen Tätigkeit al Obmann konnte die Kapelle neu eingekleidet werden. Es ist ihm außerdem gelungen,  von der Firmenleitung  für den Musikverein ein schönes Probelokal im Nibelungenwerk z u bekommen, welches allen Anforderungen allen  Anforderungen entsprach.

1966 konnte auch der junge Absolvent des Kapellmeisterlehrganges Herr Erwin Repa als Kapellmeister für den Musikverein gewonnen werden. Dieser übte sein Amt zur vollsten Zufriedenheit bis 1970 aus. Er wanderte im selben Jahr nach Deutschland aus, daher übernahm der als 1. Klarinettist wirkende Musiker Herr Rudolf Prodod vorübergehend die Kapellmeisterstelle. Seit 1971 ist Herr Kurt Kleinbauer aus Linz als Kapellmeister tätig, dem es auch gelang, mit der zur Zeit 32 Mann starken Kapelle im In- und Ausland große Erfolge zu erzielen.

Durch die aufopfernde Tätigkeit unseres damals stellvertretenden Obmannes Herr Leopold Renner ist es uns 1967 erstmals gelungen, mit dem Ausland Verbindung aufzunehmen.  Seither konnten die Beziehungen erweitert und noch besser ausgebaut werden. Heute ist es eine Selbstverständlichkeit, dass der Verein wenn möglich jährlich eine Konzertreise in das Ausland unternimmt.

So besuchten wir 1967 Budweis CSSR, 1968 die Stadt Evreux in Frankreich. 1969 Rieka in Jugoslawien, 1971 Südfrankreich Cannes, Monaco, Nizza, Grasse und St. Martin Vesubie. 1973 die Normandie, wo in Paris und sieben anderen Städten konzertiert und der Kapellmeister und mehrere Vorstandsmitglieder mit der Medaille für Verdienste um die Volksmusik ausgezeichnet wurden. Diese Medaille wurde zum ersten mal an Ausländer vergeben. 1974 erfolge eine Konzertreise nach Gaggenau, BRD.

Die musikalische Tätigkeit des Musikvereines erstreckt sich auf ca. 40 Ausrückungen und 50 Proben pro Jahr.